Thoughts. Ideas. Photography.

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Foto des 2.3.2011

Photo & Video Sharing by SmugMug

Sonnenaufgang im Rechner


Foto des 28.1.2011

Noch mehr Impressionen aus Sun-Geschäftsstellen. Hätte ich kein Geo-Tagging (in Form von IATA-Codes), würde ich fragen, welche es ist.


If it must run, it runs on Solaris!

Tja, noch ein Grund, sich diesen TTS mal anzusehen.

http://www.wired.com/autopia/2010/11/audis-robotic-car-climbs-pikes-peak/


Fotoanatomie – das Foto des 16.12.2010

Momentan experimentiere ich mit Blitzen. Das Blog und das Lightning 101 des Stobisten sind in der Hinsicht eine wunderschöne Inspirationsquelle. Wenngleich ich nicht auf die Idee kommen werde, mir aus 8 Systemblitzen einen „Blitzwerfer“ zu bauen, um auf dem Wasser Sportfotographie zu machen.

Für eine Präsentation brauchte ich ein Foto von einem älteren Werbegeschenk. Ein 1/24-Modellauto mit Sun-Aufklebern auf dem Frontspoiler. (Der ein oder andere wird sich erinnern, dass Sun-Logos echt mal auf Formel-1-Autos zu sehen waren: Auf den Spiegeln der McLaren-Mercedes „Silberpfeile“ im Jahr 2000/2001 beispielsweise.)

Bei dem Foto vom 16. ging es mir darum, dass man das Auto brauchbar erkennen kann und zugleich ein paar hübsche Relektionen es dreidimensionaler erscheinen lassen.

Daher hab ich ein paar Versuche gemacht, wie man das Auto am geschicktesten Ausleuchtet. Es war klar, dass ich zwei Lichquellen bräuchte. Eine für eine „Grundhelligkeit“, und eine für die Reflektionen. Um das genauer planen zu können, hab ich eine Reihe von Probefotos gemacht. Dabei hab ich dem Blitz für die Reflektionen eine rote Folie verpasst, um auf den Bildern genauer zu sehen, wo es jetzt Reflektionen gibt, und was die „Grundversorgung“ macht.

Dabei entstand folgendes Foto

Schön zu sehen: Das Grundlicht von oben links hellt das Auto komplett auf (es hat wenig harte Schatten, weil ich eine Softbox verwendet habe). Von hinten kommen ein paar rote Linien und Flächen.

Also war es Zeit für das „richtige“ Foto. Der schwarze Hintergrund war zum Freistellen schwarzer Räder denkbar ungeeignet. Also habe ich einen grünen gewählt. Die Softbox kam weiter von oben, die Winkel, gerade des hinteren Blitzes, habe ich für das endgültige Foto aber noch ein paar mal leicht verändert. Letztlich sah die Anordung des hinteren Blitzes dann so aus.

Schöne Reflektionen in Kombination mit der Softbox von oben. Der gesamte Aufbau sah so aus:


Es liegt vor allem an Solaris…

Jetzt gibt es den neuen SAP-SD-2tier-Benchmark seit etwa einem Jahr. Auch wenn dieser Benchmark nicht für jeden ITler von Bedeutung ist, so ist er für meine Projekte sehr zentral. Er ist im SAP-Umfeld der Standard, und er ist zentral für  Sizings und Architekturen.

Es gab tiefgreifende Änderungen zu Beginn des Jahres gegenüber dem vorhergehenden Benchmark, die Benchmarkteams mussten sich erst auf diese Veränderungen einstellen. Alles in allem ein spannendes Jahr.

Nachdem im Jahr 2009 rund 40 Ergebnisse veröffentlicht wurden, ist es also Zeit für ein kleines Resümee. Was fällt also so auf?

  • Eine wirkliche Aussage, wieviel mehr „Last“ der neue Benchmark bedeutet, oder wie der „Umrechnungsfaktor ist“, ist immer noch kaum möglich. Es gibt sehr viele Benchmarks mit Intel Xeon und AMD Opteron, aber außer ein paar SPARC- und einem einzelnen Power-Ergebnis ist es recht ruhig um die RISC-Architekturen. Also weiter die Vermutung Irgendwo zwischen 25 und 35% wird er wohl liegen.
  • Vor allem drei Änderung, und zwar der Unicode-Zwang, das neue Hauptbuch und die erweiterte Kreditoren-Prüfung, sorgen für weitere Prozessschritte. Diese Änderungen sorgen für eine reale Mehrlast auf den Prozessoren der Systeme. Mehr Speicher bringt dabei nicht unbedingt was, die Rekorde auf 48GB zeigen.
  • Eine Änderung sorgt für lustige Warteschlangen-Effekte: Durch die Verkürzung der Antwortzeit von zwei auf eine Sekunde verkürzt sich die Wartezeit, die ein Auftrag im System verbringen darf. Folglich verkürzen sich vor allem die Warteschlangen, und hier schlägt dann die Warteschlangentheorie zu. Je mehr simultane Verarbeitungen möglich sind, desto eher kommen erstaunlich niedrige SAPS-Werte heraus. Kann man mit einem Warteschlangensimulator mal nachspielen.

Okay, das waren sehr generelle Auffälligkeiten. Nun ein paar Anmerkungen zu einigen Resultaten (die ich hier noch nicht diskutiert habe).

Schaut man auf das Feld der Benchmarker, fällt einer nicht auf: IBM. Ich habe mit unseren Benchmarkern mal diskutiert, warum IBM sich im 2-tier-Benchmark so bedeckt hält, aber statt dessen beispielsweise recht viele BI-XML-Benchmarks machen. Das erschwert den Vergleich – die Lasten sind recht unterschiedlich, an ein umrechnen ist nicht zu denken. Warum macht IBM nicht den „Standard-Benchmark“ und statt dessen diesen Exoten? Ich vermute mal, es liegt an ihrem Hang zum Paritionieren: Im SD-Benchmark sind Datenbank und Applikationsserver nicht voneinander getrennt. Doch wenn man trennen will, beispielsweise mit LPARs, weil man aus irgendeinem Grund nicht gut über die gesamte Maschine skaliert oder mehr Kontrolle über die Aufteilung der Ressourcen braucht, um gute Resultate zu erziehlen, dann muss man das seit diesem Jahr als einen 3-tier-Benchmark ausweisen. IBM, bekommt ihr die vielen SAPS eine p595 etwa nicht „am Stück“ auf die Straße?

Als zweites fällt die extreme Dominanz eines einzelnen Prozessors auf: Der Intel Xeon 5570, aka. Nehalem 2,93GHz, ist praktisch in jedem zweiten SD-Benchmark vertreten. Angeblich sind die Maschinen sehr sehr ähnlich, Resultate können fast immer auf die Software zurückgeführt werden. Im Dezember wurde dieser Glaube ein wenig erschüttert. Doch fangen wir langsam an.

Zunächst der ceteris-paribus-Beweis, dass Solaris mehr aus der Hardware rausholt als Windows:

  • Zertifikat 2009048: Sun Fire X4270, 2 processors / 8 cores / 16 threads, Intel Xeon Processor X5570, 2.93 GHz, 64 KB L1 cache and 256 KB L2 cache per core, 8 MB L3 cache per processor, 48 GB main memory, Windows 2008 Server & MS SQL-Server 2008: 3.416 User, 18.730 SAPS.
  • Zertifikat 2009033: Sun Fire X4270, 2 processors / 8 cores / 16 threads, Intel Xeon Processor X5570, 2.93 GHz, 64 KB L1 cache and 256 KB L2 cache per core, 8 MB L3 cache per processor, 48 GB main memory, Solaris 10 und Oracle 10g: 3.800 User, 21.000 SAPS.

Daraus lesen wir zunächst mal ab, dass Solaris/Oracle 2270 SAPS mehr aus gleicher 2-Sockel-Hardware herausholt (etwa 12%). Bei größeren Systemen steigt dieser Vorsprung auf 21%.

Der Windows-Benchmark von Sun kam – wie man an der recht hohen Zertifikatsnummer sehen kann – recht spät. Es war, so meine Kollegen aus dem Benchmarking, zunächst mal ein Zertifizierungsbenchmark.

Nur ein Zertifizierungs-Benchmark? Das ausstattungsmäßige Pendant zur Sun Fire X4270 ist die HP DL380 G6. Und die hat auch einen Windows-Benchmark:

  • Zertifikat 2009004: HP ProLiant DL380 G6, 2 processors / 8 cores / 16 threads, Intel Xeon Processor X5570, 2.93 GHz, 64 KB L1 cache and 256 KB L2 cache per core, 8 MB L3 cache per processor, 48 GB main memory, Windows 2008 Server & MS SQL-Server 2008: 3.300 User, 18.030 SAPS.

Also hat die X4270 mehr Windows-Power, 700 SAPS mehr sind immerhin  3,9%. Schaut man sich die Windows-Benchmarks anderer Hersteller an, sieht es immer ähnlich aus. Cisco erreicht stolze  3.200 User (Glückwunsch zum ersten Benchmark-Ergebnis!), Hitachi bietet 80 weniger, … lassen wir das.

Gut, HP kann auch mehr als 3300 SD-User. Sie haben ihr 2-Sockel-Blade antreten lassen:

  • Zertifikat 2009031: HP ProLiant BL460c G6, 2 processors / 8 cores / 16 threads, Intel Xeon Processor X5570, 2.93 GHz, 64 KB L1 cache and 256 KB L2 cache per core, 8 MB L3 cache per processor, 48 GB main memory,Windows 2008 Server & MS SQL-Server 2008: 3.415 User, 18.670 SAPS

Tja, immer noch einen User Vorsprung für Sun. Lustig, Sun hat den schnellsten Windows-2-Wege-2tier-SD-Benchmark des Jahres 2009!

Was kann man nun aus diesen Benchmarks ableiten?

  1. Der Solaris-Vorsprung beweist sich auf ein Neues. Bei identischer Hardware bringt Solaris ein mehr an Leistung, das beachtlich ist.
  2. Will man unbedingt Windows nutzen, bietet der Sun-Server die meiste Performance (wenn auch nur sehr knapp).

Ein paar weitere Erkenntnisse lassen sich aus den Ergebnissen auch ableiten:

  • HP und Sun beherrschen aktuell den Benchmark. Im Jahr 2009 wurden 41 Resultate im 2tier SD-Benchmark  veröffentlicht, die meisten davon waren von HP (17) und Sun (9). Es ist davon auszugehen, dass diese beiden Benchmark-Teams den Benchmark gut beherrschen, was gerade der hauchdünne Vorsprung von Sun im Windows-Benchmark beweist.
  • Dennoch sind die anderen Nehalem-Benchmarks, insbesondere die unter 3300 SD-Usern liegen, kein Beweis für die Unfähigkeit der anderen Firmen. Sie beweisen nur, dass diese Firmen anscheinend weniger Arbeit in ihre SAP-Benchmarks stecken wollen. Sie fahren „Zertifizierungs-Benchmarks“, und gut ist.
  • HP und Sun beweisen Engagement in ihren Benchmarks, HP beschränkt sich aber auf x86-Hardware (Intel und AMD) und sie beweisen nur mit Windows und Linux ihre Leistung. Auf einen Itanium-Benchmark wartet man vergebens. Okay, die aktuelle Itanium-Hardware hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und Gerüchten zufolge hat der neue Itanium „Tukwila“ mittlerweile den Codenamen „Godot“ bekommen.
  • IBM – sorry Jungs – gibt ein schwaches Bild ab. Keinerlei x86-Benchmarks, weder Linux noch Windows noch Solaris. Ein einzelner SD-Benchmark, bei dem Power 6 schlechter abschneidet als der Xeon 5570. Statt dessen nur ein paar BI-Benchmarks, bei denen man sich nur mit sich selbst messen muss.

Oracle kommt einen großen Schritt näher:

Soeben auf der Seite der EU erschienen:

Mergers: Commission clears Oracle’s proposed acquisition of Sun Microsystems

The European Commission has approved under the EU Merger Regulation the proposed acquisition of US hardware and software vendor Sun Microsystems Inc. by Oracle Corporation, a US enterprise software company. After an in-depth examination, launched in September 2009 (see IP/09/1271 ), the Commission concluded that the transaction would not significantly impede effective competition in the European Economic Area (EEA) or any substantial part of it.

http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/10/40&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en

Somit ist es absehbar, dass Oracle bald Sun übernimmt…


Kyocera Laserdrucker im Netzwerk unter Open Solaris einbinden

Zu Hause steht bei uns ein Kyocera FS-1900 in der Ecke und druckt per Netzwerk von jedem Rechner aus. Von jedem Rechner aus? Nein, von meinem Dienstnotebook war es bislang nicht notwendig. Nach recht langer Zeit bei Sun war es nun aber das erste Mal notwendig, etwas zu Hause auszudrucken.

Zur Verwaltung der Drucker hat Open Solaris ein schickes Tool, den Print Manager (Teil vom Projekt presto, das auch noch eine automatische Druckererkennung hat). Dort also einen Drucker hinzufügen, eine LDP-Warteschlange einrichten (IP-Adresse, Warteschlangenname = Name des virtuellen Druckers auf dem Drucker, den man in der Web-Administrationsschnittstelle sieht, in meinem Fall lp1). Serienmäßig bringt Open Solaris die foomatic-PPDs mit, und da ist eine PPD für den Kyocera FS-1900 dabei. Leider ist diese PPD nicht sehr vollständig, Details zu einigen Erweiterungen fehlten leider. Aber es  gibt von Kyocera eigene PPDs, zumindest für Linux. Diese funktionieren – nach ein wenig Basteln – auch für Open Solaris.

Der Zeilenumbruch in den Kyocera-PPDs ist nicht der gleiche wie in Unix: Im vi wird er als ^M angezeigt. Ein stupides %s/^M//g bringt leider nichts, das ^M ist ein Steuerzeichen. Wie war das nochmal gleich mit dem Escapen von Sonderzeichen im vi?

Die Lösung ist folgende: Zu tippen ist: %s/Control-v Control-m//g (ohne das Leerzeichen zwischen Control-v und Control-m). Dann verschwinden die ^M, und mit dem Befehl

pfexec ppdadm -a [Pfad zur PPD]

kann man die Kyocera-PPD einbinden, und dann im Printer-Manager auswählen.

Noch ein paar Anmerkungen:

  • Das Drucken über Socket oder IPP führte  trotz diverser Versuche mit foomatic und Kyocera-PPDs nicht zum Erfolg, nur LPD funktionierte.
  • Lokal habe ich den Drucker nicht angeschlossen. Daher kann ich auch nichts dazu sagen, wie man ihn am besten lokal anbindet.

Sun in der Werbung

Seitdem Oracle das Schalten von Werbeanzeigen für Sun übernommen hat, sind die Botschaften sehr viel einfacher. Sun & Oracle sind besser als IBM.

Los ging es mit dieser Anzeige im Wall-Street-Journal:

sunoraclefaster

Zu der Anzeige gibt’s eine schöne Geschichte – erzählt von Larry Ellison während einer Keynote der Oracle Open World:

We were quite certain the combination of Oracle technology and Sun’s latest servers and storage and Flash and all that, cool new stuff, was way better than what IBM had, but we just hadn’t yet run the benchmark to prove it. But I knew, I just thought about it and said I know we’re better. I talked to John, I said John, I think we’re better. In fact, I’m certain we’re better and John said, probably. So, I said, great I’m running the ad.

Dann gleich weiter. Die nächste Botschaft war eindeutig: Das Sun Produkt-Portfolio bleibt erhalten und wird weiterentwickelt:

Jedem dürfte klar sein, dass dies eine wichtige Nachricht für Kunden ist. Jedem dürfte auch klar sein, dass die Entwicklung unter Umständen mehr in Richtung „Entwicklung von Appliances“ gehen dürfte. Doch dies ist ja letztlich auch das strategische Ziel: Statt Software und Hardware getrennt zu kaufen, kann man alternativ beides gemeinsam kaufen. Dabei erwirbt man  eine sauber aufeinander abgestimmte Kombination. Die Komplexität der Architetkur einer Lösung wird somit einfacher. (Kennen wir vom Kauf eines Sateliten-Receivers:  Man könnte ihn sich aus diversnen Teilen selbst zusammenbasteln. Dann hätte er genau den Leistungsumfang, den man möchte und könnte alles selbst bestimmen. Diese Komplexität möchte man vermeiden. Statt dessen kauft man ein fertiges Gerät.)

Die nächste Werbung schlug gleich in die Kerbe „Appliance“: Exadata V2 ist zwar ein Oracle-Produkt (es ist wirklich nicht auf Sun’s Preisliste zu finden, bitte bei Oracle nachfragen, dort steht es drauf!!!), doch ist die Hardware von Sun. Zentrale Bausteine sind die Flash-Fire-Karten, welche für den Großteil des Leistungsschubes verantwortlich sein werden. An der Exadata V2 sieht man aber eindeutig die Vorteile von Appliances: Die Komponenten sind sauber aufeinander abgestimmt: keine übertriebene Prozessorpower („nur“ 2,53GHz Nehalems) , RAM,  Flash und Platten im richtigen Proporz, einheitliches OS, schneller Interconnect, und Datenbanksoftware, die die Komponenten auch nutzen kann. Hätte man sich selbst mit der Architektur dieser Lösung beschäftigt, hätte der Einkauf einem ein Baukasten-x86-System vorgegeben und  spätestens beim Wort „Infiniband“ wäre die Netzwerkabteilung ausgerastet. Weniger Performance, mehr Kosten. So ist alles in einer Kiste, und bei Problemen ist statt vielen Abteilungen nur noch der Oracle-Support involviert.

IBM konterte und versuchte, den Planeten weiter smarter zu machen. Beeindruckend finde ich, dass sie dafür effizienter Öl fördern wollen (okay, hat auch Larry Ellison in seiner Keynote gemacht). Wie wäre es mit einer effizienteren Verbrennung? Naja, was erwartet man von einem Unternehmen, dessen CEO zugleich im Aufsichtsrat von Exxon Mobile sitzt

So oder so, IBM konterte mit einer eigenen – aber nicht so leistungsfähigen – Appliance. Darauf antwortete Oracle mit einer Wette:

Bin mal gespannt, ob irgendwer die Wette annimmt. Die Bedingungen sind hart, aber nicht unmöglich. Die letzte Anzeige wiederholt die erste:

Diesmal mit Benchmark. Diesmal ohne Strafe. Diesmal mit ein bischen mehr Häme gegenüber IBM.

Womit doch klar sein dürfte, gegen wen die Angriffe laufen. Es gibt ein einziges Ziel. Das ist groß, blau und will den Planeten smarter machen. Sun und Oracle bauen smartere Computer.  Ich liebe diesen Teil der Werbung.

Wer Suns Version von Werbung gewohnt ist – also Produktmerkmale, Technologie und noch mehr Technik – wird enttäuscht sein. Dennoch: Mit dieser einfachen Werbung kommt und bleibt man im Gespräch. Und das ist etwas, was Sun gefehlt hat. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.


Schlanke Virtualisierung

Wieviel Leistung kostet Virtualisierung? Es gibt jetzt zwei SAP SD-2tier-Benchmarks, mit denen man zumindest ein Gefühl für die Beantwortung dieser Frage bekommen kann:

2009034: Sun Fire x4270, Solaris 10, Solaris Container as Virtualization, 8vCPUs (half the CPUs available in the box), Oracle 10g, EHP4: 2800 SD-User.

2009029: Fujitsu Primergy RX 3000, SuSE Linux Enterprise Server 10, VMWare ESX Server 4.0, 8vCPUs (half the CPUs available in the box), MaxDB 7.8, EHP4: 2056 SD-User.

Vereinfacht: Zwei „halbe Nehalem-Boxen“.

Dann interpretieren wir mal:

Zunächst: Dank Intels Hyperthreading kann man nicht einfach von der Leistung einer halben Box auf die ganze Box schließen: Hyperthreading bedeutet, dass bei 8 vorhandenen Kernen bis zu 16 Threads simultan abgearbeitet werden. Das bedeutet aber nicht, dass der jeweils zweite Thread die gleiche Auslastung erreicht wie der erste. Daher sind die Resultate durchaus im erwarteten Rahmen.

Als zweiter Punkt: Ja, VMWare nutzt Linux und Sun Solaris. Logisch – beide mussten ein OS nutzen, das seitens SAP für die jeweilige Virtualisierungstechnologie freigegeben ist. Und ja, ich hab auch schon darüber geschrieben, dass Solaris bei gleicher Hardware im SD-Becnhmark mehr leistet als Linux. Aber: Das sind rund 36% Unterschied hier, mehr als ein Drittel. Das kann man nicht alleinig dem Linux zuschreiben. Da war mehr im Spiel – die Virtualisierung hat definitiv einen nicht unerheblichen Einfluss gehabt.

Wieviel „Penalty“ hat denn nun der VMWare Hypervisor, oder wieviel Vorsprung haben denn nun die Solaris Container? Das ist schwierig zu beantworten. Nimmt man an, dass Linux und Windows im neuen EHP4-Benchmark vergleichbar gut sind, dann ist der Solaris-Vorsprung irgendwo zwischen 15 und 20%. Den Rest darf jeder Selbst errechnen.


The Network is the Computer

Bei Sun hört man immer wieder den Satz:
„The Network is the Computer.“
Es gibt nur wenige IT-Firmen, die seit ihrer Gründung immer den gleichen Werbespruch verwenden. Bei Sun gab es auch immer wieder zusätzliche Slogans, aber das Netzwerk war immer dabei.

Nun gibt’s eine Seite, auf der ein schönes Sammelsurium von Sun-Spezialitäten und -Eigenheiten zusammengetragen wurde:
http://thenetworkisthecomputer.com – A Tribute to Sun Microsystems.

Viel Vergnügen!


ICC: XaaS

Im Zusammenhang mit Cloud Computing werden immer wieder diverse „as a Service“-Begriffe genannt, um das Cloud-Computing-Angebot näher zu charakterisieren. Wichtig dabei ist: Nicht jedes XaaS-Angebot ist gleich ein Cloud-Computing-Angebot, doch lassen sich die gängien Cloud-Computing-Angebote in diese Kategorien einteilen. Gängig sind IaaS, PaaS, AaaS, SaaS, manchmal auch noch DaaS. Zu diesen vier Varianten wage ich ein paar Prognosen – mal schauen, ob sie zutreffen…

  • IaaS – Infrastructure as a Service. Zu Deutsch: Der Kunde erhält einen standardisierten Virtuellen Rechner, auf dem er machen kann, was er will. Er darf auf der Infrastrukur machen, was er möchte – was genau seine Infrastruktur jetzt aber bildet, ist Problem des Cloud-Anbieters. Das Angebot ist das technisch vielseitigste, gleichzeitig das für den Anbieter vermutlich einfachste. Generell ist hier mit geringen Preisen, aus Anbieterperspektive geringen Margen zu rechnen. Dafür muss der Kunde aber auch eine ganze Menge an Administration selbst übernehmen. Kurzfristig ist dies ein Wachstummarkt, in dem sich viele Player tummeln werden. Mittelfristig gibt es hier Konsolidierungen, und nur Anbieter, die mit geringen Margen und extremer Standardisierung arbeiten, werden überleben können. Langfristig rechne ich in diesem Segment mit einer extremen Standardisierung auch über Anbietergrenzen hinweg, die Anbieter werden austauschbar, einzige Alleinstellungsmerkmale werden Preis und Verfügbarkeit sein.
  • PaaS – Platform as a Service. Eher ein Angebot für Entwickler. Man bekommt eine Softwareplattform zum Entwickeln einer eigenen Software. Teil des Angebots sind also ein geeigneter Compiler und/oder Interpreter, geeignete Middleware, eventuell eine Datenbank und was man sonst so benötigt. Verborgen bleiben Hardware und OS. Der Betreiber erzeugt gegenüber IaaS einen gewissen Mehrwert, der allerdings nur für eine bestimmte Zielgruppe, in diesem Fall Entwickler, interessant ist. Diese Zielgruppe ist bereit, für den erbrachten Dienst mehr zu zahlen als die IaaS-Kunden, sind aber – was Verfügbarkeit und Sicherheit betrifft – anspruchsvoller. Kurzfristig rechne ich in diesem Bereich mit vielen, spezialisierten Anbietern. Mittelfristig werden diese sich konsolidieren, die Produkte werden aber weiterhin vielfältig sein. Langfristig werden sich mehr Anbieter als im IaaS-Segment halten, die aber Spezialisiten für einzelne Teilsegmente sind.
  • AaaS und SaaS –  Application as a Service und Software as a Service. Diese Anbieter gibt es bereits in größerer Stückzahl. Es sind Dienste wie Flickr, GoogleMail oder Adobe Online Photoshop, aber auch größere Sachen wie BusinessOne von SAP oder Salesforce.com. All diese Anbieter verkaufen eine Anwendung, die sie auf unbekannter Hardware, unbekanntem OS etc. betreiben. Der Kunde kann also die gesamte Systemadministration, meist auch Teile der Anwendungsadministration abtreten. Er muss sich nur noch um das Bedienen der Software kümmern. Mit diesem höheren Servicegrad durch den Anbieter wird meist auch die Abrechnung transparenter, da anstatt CPU-Sekunden beispielsweise für Kunden greifbarere Dinge wie Anzahl der Anwender etc. als Grundlage für die Preisfindung herangezogen werden. Kurzfristig sehe ich in diesem Marktsegment eine geradezu explosionsartige Vermehrung von solchen Angeboten, wobei sowohl private Anwender als auch große Unternehmen die Zielgruppe sein werden. Die Akzeptanz dieser Angebote am Markt wird sich schwierig gestalten: Kunden sollen plötzlich für Dinge regelmäßig zahlen, die sie bislang nur einmal bezahlen mussten (oder gar nur raubkopiert haben). Zudem wird es in verschiedenen Bereichen extreme Vorbehalte wegen Sicherheit und Privatsphäre geben. Bei einigen Anbietern wird es solche Vorfälle geben, was mittelfristig zu einer Konsolidierung, aber auch zum Verschwinden von Angeboten in diesem Markt führen wird. Langfristig werden sich meiner Ansicht nach nur Angebote halten, deren Betrieb auf eigener Hardware extreme Kosten verursachen würde, und die zugleich langfristig überzeugende Konzepte zum Schutz der Daten geliefert haben. Auch wird ein eventueller Vendor-Lock – wie er bei einigen heutigen Anbietern zu finden ist – sich langfristig negativ auswirken. Während man mittelfristig erreicht, dass Kunden an ihre Anbieter gebunden sind, werden langfristig Mittel und Wege gefunden, solche Vendor-Locks zu umgehen. Dies wird dann aber nicht zu einem „Wettrüsten“ führen, sondern hoffentlich zu standardisierten Austauschformaten für ähnliche Anwendungen.
  • DaaS – Desktop as a Service. Diese Variante ist auf mobile Endanwender ausgerichtet, seien es Einzelpersonen oder die Endanwender in einem Unternehmen. Diesmal wird die Benutzeroberfläche und Laufzeitumgebung für die Software, welche auf dem Endgerät betrieben wird, ausgelagert. Sun VDI wäre ein Beispiel für eine Software, mit der solch ein Service einfach zu realisieren ist. Man greift über einen Browser oder ein recht einfaches Endgerät auf eine irgendwie geartete Infrastruktur zu, und dort liegt der persönliche Desktop-Rechner, auf dem man dann arbeitet. Falls jemand das mal ausprobieren möchte: Im Sun Solution Center in München steht eine ähliche Infrastruktur bereit, über die man selbst einen Open Solaris Desktop ausprobieren kann. Solch ein Service würde auch mit anderen Betriebssystemen funktionieren – bei Windows wären aber komplexe Softwarelizenzbestimmungen zu beachten. Die Verwandtschaft zu IaaS ist deutlich, doch liegt ein Mehrwert in der zugrundeliegenden Zugriffsinfrastruktur und der hohen und omnipräsenten Verfügbarkeit. Neben Produkten wie Sun VDI gibt es diverse unvollständige Ansätze für DaaS, welche nur Teile abbilden, beispielsweise zentrale Homeverzeichnisse oder Dateiablageorte, welche dann von überall genutzt werden können. Der Markt für DaaS ist erst im Entstehen, erste Unternehmen verschieben Ihre Desktops in Private Clouds. Für DaaS in Public Clouds gibt es noch keinen wirklichen Markt. Mittelfristig wird DaaS in Private Clouds für Unternehmen wichtig und gängig werden. Langfristig werden sie laute Arbeitsplatz-PC verdrängen – auch weil einfache Desktopgeräte wartungsärmer sind. Im privaten Umfeld rechne ich eher nicht damit – dort werden sich mehr öffentlich zugängliche Speicher durchsetzen, welche man dann von fremden Desktops nutzen kann. Mittel- und Langfristige Prognosen wage ich für die private Nutzung noch nicht.

Es gibt noch mehr XaaS: DaaS steht auch noch für „Database as a Service“, SaaS auch für „Storage as a Service“ oder „Security as a Service, hin und wieder taucht IaaS als „IT as a Service“ auf.

Wichtig ist meine Ansicht nach hierbei:

  • IaaS wird ein heißes Pflaster, sollte jemand in diesem Bereich eine Firma gründen wollen: Vergessen Sie es – außer sie können Rechenleistung zum Nulltarif herstellen.
  • PaaS wird ein kleiner, aber feiner Nieschenmarkt: Wenn man hier eine geniale Idee hat, welche genau auf die Bedürfnisse der Entwickler ausgerichtet ist, kann man damit Erfolg haben. Wichtig ist aber, seine Idee bald auf die Straße zu bringen und schnell Entwickler davon zu überzeugen.
  • AaaS & SaaS für Unternehmen: Dieser Markt wird für große Softwaresysteme üblich – hier können die Anbieter auf wirklichen Mehrwert bieten. Alteingessenne Markteilnehmer können hier ihre Produkte an neue Zielgruppen bringen, oder vorhandene Kunden mit neuen Angeboten bei der Stange halten. Neue Marktteilnehmer werden es schwer haben, außer in Kooperation mit alteingesessenen Softwarehäusern, die SaaS gerne jemand anderem überlassen wollen. Wenn man solch einen Partner hat, und dessen Kunden lassen sich auf SaaS ein: Das könnte was werden.
  • AaaS & SaaS für Endanwender: Das wird ein schwieriges Pflaster – vorstellbar sind meiner Meinung nach nur zwei Szenarien: Software, die man sehr selten braucht und per Use kaufen kann (beispielsweise Steuererklärungs-Software), oder Software, die man gerne immer und überall nutzen möchte.
  • DaaS: Dieser letzte Markt ist bereits gut mit Anbietern für Unternehmen bestückt – neue Markteilnehmer werden es schwer haben. Für die privaten Anwender existiert hier noch nicht das Killer-Feature, mit dem sich das Produkt durchsetzen wird. Falls jemand hier eine geniale Idee hat – ausprobieren!

Open Dodecaeder im Heldenfunk

Seit Dezember letzten Jahres betreiben wir, das SAPonSun-Teams von Sun Microsystems, ein Wiki, in dem wir Idee, Anleitungen und Spielereien rund um SAP auf Sun sammeln. Anfang Januar hatten wir die Idee, wir bräuchten einen kleinen Eyecatcher, um unsere Seite ein wenig populärer zu machen.

So entstand – in einem kreativen Chat mit meinem Kollegen Volker – die Idee des Open Dodecaeders. Die Grundidee habe ich im Dynamicum in Pirmasens gesehen, das Origamidesign stammt von Nick Robinson. Unsere Idee war es nur, die Seiten nicht nur mit Kalendern zu bedrucken, sondern auch Cheat-Sheets darauf abzudrucken, beispielsweise für VI. Weitere sind im Entstehen.

Auch haben wir einen Wettbewerb ausgeschrieben: Wer eine oder mehrer Seiten für den Open Dodecaeder entwirft, kann ein originales Sun-T-Shirt gewinnen.

Heute wurde Open Dodecaeder „geadelt“ und zum Offiziellen Heldenspielzeug gehoben. Danke – ihr Münchner Helden!


JBODs bitte nicht anschreien

Vielen Dank an Constantin für den Link!


Äpfel und Birnen, reloaded

Neues aus dem Bereich Benchmarking. Die beiden 8-Sockel-Kontrahenden waren im Training und sind auf 2,7 GHz hochgerüstet worden. HP hat zusätzlich noch das Betriebssystem und die Datenbank getauscht. Also geht der Kampf vom letzten Mal in die nächste Runde

Nochmal im Kontrahenden:

In der Sonnigen Ecke: Sun Fire X4600M2 mit 32 Cores, verteilt auf 8 Prozessoren, die mit 2,7 GHz ihre 32  Threads abarbeiten. Dazu 128 GB RAM, Solaris 10, MaxDB 7.6, ECC 6.0 unicode.

Und aus der Garage der Erfindungen kommt: HP Proliant 785 G5 mit 32 Cores, verteilt auf 8 Prozessoren, die mit 2,7 GHz ihre 32  Threads abarbeiten. Dazu 128 GB RAM, Suse Linux und Oracle 10g, ECC 6.0 non-unicode.

Das Endergebnis: Sun Fire X4600M2 liefert 39370 SAPS (Zertifikat 2008070, entspricht 7850 SD-User), der Proliant 785 G5 kommt auf 35.400 SAPS (Zertifikat 2008064, entspricht 7010 SD-User). Über den Einfluss von Unicode muss ja nichts mehr gesagt werden.


Server + Storage + Solaris

Gestern und heute kann man bei vielen Sunnies was über die neuen Storage-Systeme von Sun lesen. Im Storage-Blog gibt’s nen riesen Artikel, die Fishworker verschalten zwei VMWare-Demo-Instanzen, Jörg Möllenkamp stellt die drei Maschinen vor, im Open Storage Blog folgt man der Amber Road, David Balsingame macht sich über die werten Mitbewunderer Gedanken…

Eigentlich ist ja alles gesagt, trotzdem.

Die Idee zu den „Sun Storage 7000 Unified Storage Systems“ ist einfach und bestechend: Man kombiniere Sun-x86-Maschinen mit preiswertem Storage. Das Ganze kombiniere man mit teuflisch schnellen SSDs, um mehr Performance zu haben. Preiswerte, ausgezeichnete Hardware, ohne Heimlichtuerei. Keine gekapselte Appliance, die Bestandteile sind bekannt, die Bundles sind neu.

Dann gebe man das beste Betriebssystem auf diesem Planeten dazu und zuletzt versehe man es mit einem richtig übersichtlichen Userinterface. (Okay, letzteres ist neu und Bestandteil des Bundles).

Clonen, Snapshots, Checksummen, Replikation, Hochverfügbarkeit, detaillierte Performance-Messung, Fault-Detection, intelligentes Einbinden der SSDs – alles Features, die mit ZFS, DTrace und anderen Bestandteilen von Solaris zuverlässig und sofort realisiert werden können. Und diese haben jetzt eine eine Benutzeroberfläche, die so manchen vor Neid erblassen lassen wird.

Und das ohne Geheimnisse. Alles „open“.

Bin mal auf die Reaktionen der werten Mitbewunderer gespannt.

Ach ja: CIFS, NFS, ISCSI, …, alles im Grundpreis enthalten.


The IT-Guy is back on Amber Road…


Äpfel und Birnen, nächste Runde

Der SAP-SD-Benchmark ist schon herrlich. Hat was von Boxkämpfen. Letzte Woche gab es einen Kampf im Schwergewicht der x86-Klasse.

  • In der sonnigen Ecke: Sun Fire X4600M2, 8 Prozessoren, 32 Cores, 32 Threads, Quad-Core AMD Opteron 8360 SE, 2.5 GHz, 128 GB RAM
  • In der staubigen Hinterhofgarage aka Invent-Garage: HP ProLiant DL785, auch 8 Prozessoren mit 32 Cores, 32 Threads, Quad-Core AMD Opteron 8360 SE, 128 GB RAM

(Gut, ich hätte auch schreiben können: Identisch ausgestattete 8-Core Opteron-Maschinen von HP und Sun.)

Die Kontrahenden legen beide los und messen sich im Abfertigen von SD-Usern. Die X4600M2 erreicht schwitzend 5.800 SD-User (entspricht 29. 670 SAPS, siehe Zertifikat 2008061). Der räumlich größere ProLiant macht schon bei 5.230 SD-Usern schlapp (das sind 26.180 SAPS siehe Zertifikat 2008026). Sieg nach Punkten eindeutig für Sun. Die X4600M2 ist die schnellste 8-Sockel-x86-Maschine.

Der ProLiant hat zwar das gleiche Kampfgewicht, doch kämpft er mit anderen Bandagen. Während Die X4600M2 multikultikompatibel mit einem Unicode-Benchmark antritt, beschränkt sich der HP auf non-unicode. Liebe HP, verwendet doch auch mal Unicode. Klar, das kostet rund 15% der Punktzahl, dafür ist es dann aber eher vergleichbar.

Ebenfalls nicht Identisch: Die Betriebssysteme und die Datenbanken. Solaris vs. Windows, MaxDB vs. MS-SQL. Womit wir bei der nächsten Frage wären: Wie hoch ist der Einfluss des Betriebssystems und der Datenbank auf den Benchmark? Von der SAP gibt es dazu leider nichts eindeutiges, und ich habe auch keinen Benchmark der gleichen Maschine mit Windows und Unix auf die Schnelle gefunden. Persönlich würde ich den Einfluss von OS und DB nicht unterbewerten wollen. Dennoch kann man nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es jetzt an HP oder an Microsoft liegt, dass die HP-Maschine zwischen 10% und 25% langsamer ist als die von Sun.

Naja, mal wieder Äpfel und Birnen im direkten Vergleich.


Äpfel und Birnen im direkten Vergleich

Sonntags auf Heise:

Bei den Vierprozessorsystemen konnte sich HPs ProLiant DL580 G5 mit Windows Server 2003 und Microsoft SQL Server 2005 mit 5155 SD-Usern(1,97 s, 25.380 SAPS) klar vor Suns Fire X4450 mit Solaris 10 und MaxDB 7.6 behaupten, das nur auf 4600 SD-User (1,94s, 23120 SAPS) kommt. Nur knapp dahinter ist schon der mit dem energiesparenden Xeon E7450 bestückte HP ProLiant BL680c G5 zu finden, der 4432 SD-User (1,99s, 22.180 SAPS) bedienen kann.

Äpfel und Birnen in einem direkten Vergleich.

Der SAP-SD-Benchmark existiert in verschiedenen Versionen. Welche Version genutzt wurde steht in den Benchmark-Tabellen der SAP. So verwendet eine Variante Unicode, die andere nicht. Es ist logisch, dass die erstgenannte Version mehr Last darstellt, und dass identische Maschinen bei Verwendung des Unicode-Benchmarks kleinere Werte erreichen als beim Non-Unicode-Benchmark. Üblicherweise liegt die Mehrlast eines Unicodesystems bei aktuellen CPUs rund 15% höher als bei Non-Unicode.

Die beiden HP-Benchmarks sind direkt vergleichbar: beides sind Non-Unicode-Benchmarks.

Der Sun-Benchmark ist ein Unicode-Benchmark.

Immerhin kann man sagen: Sun hat den schnellsten Unix-4-Prozessoren-6-Kern-x86-Server.


20 Heldenhafte Taten – 1 Jahr Heldenfunk

Liebes Systemheldenteam,

vielen Herzlichen Dank für ein Jahr Heldenfunk und herzlichen Glückwunsch zu Folge 20! Mögen weiterhin das Aufheulen der Thumper durch den Podcast schallen. In der tiefen Hoffnung, dass noch viele Systemhelden die Ehre zu Teil werde, im Heldenfunk von ihren Taten zu berichten.

Dank Euch, ihr Helden in München!

[Mist, meine Sprache ist geschwollen. Gab’s da nicht mal so ne Art „Sim Hospital“, in der es diese Krankheit gab? Was war da noch gleich die Behandlung?]


OpenSolaris 2008.05 auf Intel Atom 230 (INTEL D945GCLF)

Nur als Hinweis für alle, die gerne auf ihrem Atom-Board (beispielsweise INTEL D945GCLF mit Realtek-LAN vom Typ RTL8102EL – oder auch in Netbooks wie dem MSI Wind), OpenSolaris 2008.05 installieren wollen: Der RGE-Treiber hat einen Fehler, daher soll man als Workaround das Feature für Hardware Checksum Offload deaktivieren. Dann funktionieren sowohl NWAM als auch die manuelle Konfiguration.

Dazu muss man in /etc/system die Zeile

ip:dohwcksum = 0

einfügen und einmal rebooten. Anschließend werden die Checksummen vom Prozessor berechnet. Damit steigt die Prozessorlast zwar, aber es funktioniert.

Einen Patch gibt es auch schon bei Menno, der OpenSolaris auf seinem Medion Akoya Mini laufen lassen möchte. Vermutlich wird der Patch in die nächsten svn-builds einfließen…

Ein Update auf svn_95 brachte übrigens nichts, der commit im Ticket für dieses Release scheint leider nichts geworden zu sein, hoffen wir auf svn_96, erscheint am kommenden Freitag.


CMT-Kochstudio

Ingo, Du hast meinen tiefen Respekt vor diesem Werk. Wenn Du Glück hast, wird das ein echter Hype im Netz. Das CMT-Kochstudio ist einfach genial.

Eigentlich wollte ich ja nur wenige job-bezogene Artikel hier reinbringen, aber zum einen stagniert Blackböxchen 2 ein wenig (hat jemand in der Gegend um Saarbrücken eine Schlagschere sowie eine Kantbank für 0,75mm Stahl?). Außerdem: Ingos Vorträge sind einfach super, und dieses Video zeigt nur einen Ausschnitt dessen, was Ingo vor Publikum leistet.
Allerdings: Kann es sein, dass das Speicher-Subsystem einen Lesenfehler hatte? Sicher dass der Wein ein Merlot ist? Einen Freund (und mich auch) erinnert die Flasche mehr an den Sauvignon aus dem Aldi…


Suns Open-Source-Strategie wird ausgeweitet!

Genial! Suns neue Open-Source-Strategie für den Aktienmarkt

(Dank an Joachim Wolf für den Link!)


Happy Birthday, liebe Systemhelden!

In München kämpfen Rolf, Andreas, Christian, Constantin und Marc für mehr Ruhm zu Ehren der Helden des Systems. Und ihre Huldigungsplattform www.systemhelden.com wird heute 2 Jahre alt.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg, und möge das Aufheulen des Thumpers im Heldenfunk noch viele Jahre lang aus dem iPod schallen!

Hier noch ein Kuchen für Euch, auch wenn das Datum nicht ganz stimmt 😉


BOD submarina

Gefunden bei c0t0d0s0 aka Jörg Möllenkamp.