Thoughts. Ideas. Photography.

SAP

Fotoanatomie – das Foto des 16.12.2010

Momentan experimentiere ich mit Blitzen. Das Blog und das Lightning 101 des Stobisten sind in der Hinsicht eine wunderschöne Inspirationsquelle. Wenngleich ich nicht auf die Idee kommen werde, mir aus 8 Systemblitzen einen „Blitzwerfer“ zu bauen, um auf dem Wasser Sportfotographie zu machen.

Für eine Präsentation brauchte ich ein Foto von einem älteren Werbegeschenk. Ein 1/24-Modellauto mit Sun-Aufklebern auf dem Frontspoiler. (Der ein oder andere wird sich erinnern, dass Sun-Logos echt mal auf Formel-1-Autos zu sehen waren: Auf den Spiegeln der McLaren-Mercedes „Silberpfeile“ im Jahr 2000/2001 beispielsweise.)

Bei dem Foto vom 16. ging es mir darum, dass man das Auto brauchbar erkennen kann und zugleich ein paar hübsche Relektionen es dreidimensionaler erscheinen lassen.

Daher hab ich ein paar Versuche gemacht, wie man das Auto am geschicktesten Ausleuchtet. Es war klar, dass ich zwei Lichquellen bräuchte. Eine für eine „Grundhelligkeit“, und eine für die Reflektionen. Um das genauer planen zu können, hab ich eine Reihe von Probefotos gemacht. Dabei hab ich dem Blitz für die Reflektionen eine rote Folie verpasst, um auf den Bildern genauer zu sehen, wo es jetzt Reflektionen gibt, und was die „Grundversorgung“ macht.

Dabei entstand folgendes Foto

Schön zu sehen: Das Grundlicht von oben links hellt das Auto komplett auf (es hat wenig harte Schatten, weil ich eine Softbox verwendet habe). Von hinten kommen ein paar rote Linien und Flächen.

Also war es Zeit für das „richtige“ Foto. Der schwarze Hintergrund war zum Freistellen schwarzer Räder denkbar ungeeignet. Also habe ich einen grünen gewählt. Die Softbox kam weiter von oben, die Winkel, gerade des hinteren Blitzes, habe ich für das endgültige Foto aber noch ein paar mal leicht verändert. Letztlich sah die Anordung des hinteren Blitzes dann so aus.

Schöne Reflektionen in Kombination mit der Softbox von oben. Der gesamte Aufbau sah so aus:


Schlanke Virtualisierung

Wieviel Leistung kostet Virtualisierung? Es gibt jetzt zwei SAP SD-2tier-Benchmarks, mit denen man zumindest ein Gefühl für die Beantwortung dieser Frage bekommen kann:

2009034: Sun Fire x4270, Solaris 10, Solaris Container as Virtualization, 8vCPUs (half the CPUs available in the box), Oracle 10g, EHP4: 2800 SD-User.

2009029: Fujitsu Primergy RX 3000, SuSE Linux Enterprise Server 10, VMWare ESX Server 4.0, 8vCPUs (half the CPUs available in the box), MaxDB 7.8, EHP4: 2056 SD-User.

Vereinfacht: Zwei „halbe Nehalem-Boxen“.

Dann interpretieren wir mal:

Zunächst: Dank Intels Hyperthreading kann man nicht einfach von der Leistung einer halben Box auf die ganze Box schließen: Hyperthreading bedeutet, dass bei 8 vorhandenen Kernen bis zu 16 Threads simultan abgearbeitet werden. Das bedeutet aber nicht, dass der jeweils zweite Thread die gleiche Auslastung erreicht wie der erste. Daher sind die Resultate durchaus im erwarteten Rahmen.

Als zweiter Punkt: Ja, VMWare nutzt Linux und Sun Solaris. Logisch – beide mussten ein OS nutzen, das seitens SAP für die jeweilige Virtualisierungstechnologie freigegeben ist. Und ja, ich hab auch schon darüber geschrieben, dass Solaris bei gleicher Hardware im SD-Becnhmark mehr leistet als Linux. Aber: Das sind rund 36% Unterschied hier, mehr als ein Drittel. Das kann man nicht alleinig dem Linux zuschreiben. Da war mehr im Spiel – die Virtualisierung hat definitiv einen nicht unerheblichen Einfluss gehabt.

Wieviel „Penalty“ hat denn nun der VMWare Hypervisor, oder wieviel Vorsprung haben denn nun die Solaris Container? Das ist schwierig zu beantworten. Nimmt man an, dass Linux und Windows im neuen EHP4-Benchmark vergleichbar gut sind, dann ist der Solaris-Vorsprung irgendwo zwischen 15 und 20%. Den Rest darf jeder Selbst errechnen.


Aprilscherze 2009

Heute gab’s doch tatsächlich einige schöne Aprilscherze – teilweise waren sie zwar altbekannt, aber dennoch immer wieder gerne genommen:

  • Heise war um 1.04 Uhr bereits mit seinem Artikel online: Mit dem Schlapphut-Bit wird eine interessante Verschwörungstheorie um die Verwendung ungenutzer Bits gesponnen.
  • Die Kollegen bei der SAP konnten sich freuen. Neues Gerücht am Übernahmemarkt: Google übernimmt SAP. Wie diedie irische April J. Oak Invenst bekannt gab, kauft Google SAP. Aus den SAP-SAAS-Produkten wird sofort gSAPd, ein Google-ERP-System als Service aus der Cloud. Google behält sich das Recht vor, die Userdaten zu durchsuchen um weitere Übernahmekandidaten zu identifizieren und anderen Firmen Übernahmeempfehlungen auszusprechen. Leider gibt’s keine Website, aber der SAP-Kollege eben konnte sich vor Lachen kaum halten.
  • Twitter für den Spiegel? Wenn turi-2 Recht hat, ist das bald so. Nachdem letztes Jahr Stefan Aust in den Hamburger Senat sollte, muss diesmal Twitter dran glauben.
  • Bigadmin, die beliebte Seite mit Blueprints und Hinweisen für Administratoren, ist nur per CLI zugänglich. Naja, stört kaum jemanden, endlich muss man nicht mehr die ganzen HTML-Tags wegfiltern.
  • Wie wäre es denn mit einem neuen PC. Klar, sowas kauft man bei Aldi. Demnächst aber mehr wie der legendäre Elk-Tower. Selbermachen ist in.
  • TrendStrom hat eine neue Form der Werbefläche entdeckt – irgendwie kannte ich den Gag schon…
  • In Köln gibt’s demnächst neue Leistungskurse in der ortsüblichen Sprache. Da stellt sich mir die Frage, wie das mit der Sprache der Jugend generell abläuft. Danke an Ralf für den Hinweis! Und danke an Roman für das Video aus der Schweiz, die wohl schon einen Schritt weiter sind:

Fehlt ein Aprilscherz? Garantiert. Also bitte einfach in die Kommentare schreiben!