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Äpfel und Birnen, reloaded

Neues aus dem Bereich Benchmarking. Die beiden 8-Sockel-Kontrahenden waren im Training und sind auf 2,7 GHz hochgerüstet worden. HP hat zusätzlich noch das Betriebssystem und die Datenbank getauscht. Also geht der Kampf vom letzten Mal in die nächste Runde

Nochmal im Kontrahenden:

In der Sonnigen Ecke: Sun Fire X4600M2 mit 32 Cores, verteilt auf 8 Prozessoren, die mit 2,7 GHz ihre 32  Threads abarbeiten. Dazu 128 GB RAM, Solaris 10, MaxDB 7.6, ECC 6.0 unicode.

Und aus der Garage der Erfindungen kommt: HP Proliant 785 G5 mit 32 Cores, verteilt auf 8 Prozessoren, die mit 2,7 GHz ihre 32  Threads abarbeiten. Dazu 128 GB RAM, Suse Linux und Oracle 10g, ECC 6.0 non-unicode.

Das Endergebnis: Sun Fire X4600M2 liefert 39370 SAPS (Zertifikat 2008070, entspricht 7850 SD-User), der Proliant 785 G5 kommt auf 35.400 SAPS (Zertifikat 2008064, entspricht 7010 SD-User). Über den Einfluss von Unicode muss ja nichts mehr gesagt werden.


Äpfel und Birnen, nächste Runde

Der SAP-SD-Benchmark ist schon herrlich. Hat was von Boxkämpfen. Letzte Woche gab es einen Kampf im Schwergewicht der x86-Klasse.

  • In der sonnigen Ecke: Sun Fire X4600M2, 8 Prozessoren, 32 Cores, 32 Threads, Quad-Core AMD Opteron 8360 SE, 2.5 GHz, 128 GB RAM
  • In der staubigen Hinterhofgarage aka Invent-Garage: HP ProLiant DL785, auch 8 Prozessoren mit 32 Cores, 32 Threads, Quad-Core AMD Opteron 8360 SE, 128 GB RAM

(Gut, ich hätte auch schreiben können: Identisch ausgestattete 8-Core Opteron-Maschinen von HP und Sun.)

Die Kontrahenden legen beide los und messen sich im Abfertigen von SD-Usern. Die X4600M2 erreicht schwitzend 5.800 SD-User (entspricht 29. 670 SAPS, siehe Zertifikat 2008061). Der räumlich größere ProLiant macht schon bei 5.230 SD-Usern schlapp (das sind 26.180 SAPS siehe Zertifikat 2008026). Sieg nach Punkten eindeutig für Sun. Die X4600M2 ist die schnellste 8-Sockel-x86-Maschine.

Der ProLiant hat zwar das gleiche Kampfgewicht, doch kämpft er mit anderen Bandagen. Während Die X4600M2 multikultikompatibel mit einem Unicode-Benchmark antritt, beschränkt sich der HP auf non-unicode. Liebe HP, verwendet doch auch mal Unicode. Klar, das kostet rund 15% der Punktzahl, dafür ist es dann aber eher vergleichbar.

Ebenfalls nicht Identisch: Die Betriebssysteme und die Datenbanken. Solaris vs. Windows, MaxDB vs. MS-SQL. Womit wir bei der nächsten Frage wären: Wie hoch ist der Einfluss des Betriebssystems und der Datenbank auf den Benchmark? Von der SAP gibt es dazu leider nichts eindeutiges, und ich habe auch keinen Benchmark der gleichen Maschine mit Windows und Unix auf die Schnelle gefunden. Persönlich würde ich den Einfluss von OS und DB nicht unterbewerten wollen. Dennoch kann man nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es jetzt an HP oder an Microsoft liegt, dass die HP-Maschine zwischen 10% und 25% langsamer ist als die von Sun.

Naja, mal wieder Äpfel und Birnen im direkten Vergleich.


Äpfel und Birnen im direkten Vergleich

Sonntags auf Heise:

Bei den Vierprozessorsystemen konnte sich HPs ProLiant DL580 G5 mit Windows Server 2003 und Microsoft SQL Server 2005 mit 5155 SD-Usern(1,97 s, 25.380 SAPS) klar vor Suns Fire X4450 mit Solaris 10 und MaxDB 7.6 behaupten, das nur auf 4600 SD-User (1,94s, 23120 SAPS) kommt. Nur knapp dahinter ist schon der mit dem energiesparenden Xeon E7450 bestückte HP ProLiant BL680c G5 zu finden, der 4432 SD-User (1,99s, 22.180 SAPS) bedienen kann.

Äpfel und Birnen in einem direkten Vergleich.

Der SAP-SD-Benchmark existiert in verschiedenen Versionen. Welche Version genutzt wurde steht in den Benchmark-Tabellen der SAP. So verwendet eine Variante Unicode, die andere nicht. Es ist logisch, dass die erstgenannte Version mehr Last darstellt, und dass identische Maschinen bei Verwendung des Unicode-Benchmarks kleinere Werte erreichen als beim Non-Unicode-Benchmark. Üblicherweise liegt die Mehrlast eines Unicodesystems bei aktuellen CPUs rund 15% höher als bei Non-Unicode.

Die beiden HP-Benchmarks sind direkt vergleichbar: beides sind Non-Unicode-Benchmarks.

Der Sun-Benchmark ist ein Unicode-Benchmark.

Immerhin kann man sagen: Sun hat den schnellsten Unix-4-Prozessoren-6-Kern-x86-Server.