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Eishockey

Dank meiner eishockeybegeisterten Kollegen habe ich mir  zum ersten Mal ein Eishockey-Spiel angesehen – die Mannheimer Adler gegen Nürnberg. Eishockey gehört bislang nicht zu den Sportarten, die ich als interessant oder mitreißend in Erinnerung hatte – im Fernsehn fand ich Eishockey-Berichterstattungen immer langweilig, verstanden hatte ich das Spiel noch nie.

Auf den ersten Blick bedeutet Eishockey ja zunächst, dass einige relativ gut gepanzerte Spieler eine harte Gummischeibe durch die Gegend jagen und dabei versuchen, ein Tor zu treffen, vor dem ein menschlicher Panzer 2/3 der Torfläche versperrt. Klingt nicht sonderlich spannend und faszinierend.

In der SAP-Arena war das interessanterweise nicht so. Ich fand das Spiel als solches interessant – ich hatte es mir chaotischer und langweiliger vorgestellt. Doch nach dem ersten Drittel verstand ich so langsam, was es da an Bewegungen und Taktiken gab. Vor allem, weil das Spiel langsamer war als ich es erwartet hatte. (Es war immer noch verdammt flott, doch – so mein Eindruck – bekommt man live mehr mit als im Fernsehn. Diese Beschränkung auf 24 Halb-Bilder pro Sekunde hat wohl doch Auswirkungen…)

Die Spieler wirkten koordiniert, mir erschien das Spiel irgendwie wohl strukturiert und auch strategisch wohl durchdacht. Man konnte gut „Technik“ oder „Fertigkeiten“ erkennen, weniger pure Kraft oder unbedachtes Draufhauen. Vor allem gefiel mir, dass nicht ständig alle Spieler auf einem Haufen herumlagen und sich verprügelten – wenngleich beide Mannschaften z.T. eher grobmotoriges Verhalten an den Tag legten, wenn es um den Umgang mit gegnerischen Spielern ging.

Ein Fan der Sportart wurde ich durch das Spiel nicht. Allerdings habe ich ein paar Einsichten gehabt, sodas mein Bild von der Sportart positiv verändert wurde.

[Nicht positiv verändert wurde mein Bild von Werbung bei Sportveranstaltungen. Bandenwerbung mag noch in Ordnung sein. Aber permante Werbeeinblendungen auf sämtlichen Bildschirmen und umlaufende Licht-Werbebanner an den Rängen mit viel Bewegung und Effekthascherei – das ist zu viel Werbung. Bei den Preisen für eine Eintrittskarte wäre ich dafür, die Werbung nur den nicht-zahlenden Zuschauern an den Fernsehgeräten via Greenbox o.ä. einzublenden.]

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