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PDB – Juristische Perspektive erster Teil…

Heute habe ich ein neues Wort aus dem juristischen Umfeld kennengelernt (danke Thorsten!), und ich mag es auf Anhieb: Das Gefälligkeitsverhältnis. Damit beschreibt man keine vertragliche Beziehung, sondern das Einfach-etwas-aus-Gefälligkeit-tun-ohne-wirtschaflichen-Hintergedanken-aber-mit-der-üblicen-Sorgfalt.

Diese Art des Verhältnisses bietet sich für das gegenseitige Backup aufverschlüsselten Dateisystemen praktisch an. Man hilft sich einfach gegenseitig ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten, außer natürliche Anerkennung.

Andernfalls, wenn man das ganze in einen vertraglichen Rahmen gießen möchte, muss wohl mal ein Profi ran. Das ganze beträfe sowohl das Telemediengesetz, das Datenschutzgesetz, das Urheberrecht unter Umständen, das Bürgerliche Gesetzbuch sowieso und wahrscheinlich noch weitere der mehr als 2000 Gesetze in Deutschland .


PDB – Private Distributed Backup

Als ich bei Sun in München war (Projekt Blackböxchen war im Heldenstudio), haben nach dem Interview Rolf, Constantin und ich noch über ein Backup-Netzwerk für die privaten Server der Systemhelden gesprochen. Die Idee am Ende war ein verschlüsseltes ZFS auf dem Server eines Freundes, welches per iSCSI über DSL angebunden werden sollte. Wir konnten uns alle vorstellen, dass sowas funktionieren könnte, doch habe ich die Idee erst einmal wieder vergraben.

Mittlerweile habe ich das Problem des Backup für den Heimserver jedoch wieder: Mein bisheriges Backup-System für verdammt wichtige Daten steht mir berufsbedingt nicht mehr lange zu Verfügung. Daher fange ich nun an, diese Idee mit dem Backup auf den Rechner eines Kollegen immer sympathischer zu finden. Den Standort für mein erstes Backup-System habe ich auch schon ausgemacht (Constantin, Dein Keller ist nicht gemeint! Du kannst Dich aber gerne an dem Backup-Netzwerk beteiligen, wenn wir damit anfangen!).

Allerdings habe ich nach ersten Versuchen keine Lust mehr auf Bacuda als Backup-Software: Zu viele Komponenten, die man regelmäßig überprüfen muss, und das Restore ist nicht wirklich bequem zu bedienen für die übrigen Familienmitglieder. Für große Sachen ist das Bacuda echt in Ordnung, aber nicht für „eben mal Backup“ zu Hause.

Einen genialen Einfall habe ich dann heute in einen Artikel von Jörg Möllenkamp gelesen. Das ganze mit einem hierarchischen Filesystem zu lösen, ist natürlich eine bestechende Idee. Den Cache so konfigurieren (und groß machen), dass er alles Wichtige vorrätig hält, und gleich auf die DSL-lahme zweite/dritte Platte im Backup-System kopieren (kann halt einen Moment dauern, aber dazu hat man ja den Cache). Die selten gebrauchten Sachen liegen dann irgendwann nur noch im Backup-System, bis sie ein Brenner, der wieder zu Hause rumsteht „wegbrennt“. Idealerweise kombiniert man das statt nur mit einem „Fremdsystem“ mit mehreren, eines vielleicht im gleichen LAN, eines per DSL…

Jörg wollte das ganze mit Managed Storage Services verbinden und dazu SamFS erweitern. Vielleicht geht das aber auch bequemer, falls SamFS mit iSCSI-Devices klarkommt.

Das ganze wäre auf jeden Fall sehr bequem, alle Daten wären immer schön zu sehen, manche wären nur sehr langsam da. Und wenn eine Platte „abraucht“, wäre dennoch alles immer noch da.

Schade, dass SamFS nicht frei verfügbar ist, ich habe aber auch noch nicht wirklich nach einem Open-Source-Konkurrenten gesucht. Vielleicht gibt’s das SamFS ja irgendwann in der „Systemhelden-Edition“ für den rein privaten Einsatz.