IT-Security & Sunny Cases

Archive for September, 2008

Serielle vs. parallele Verarbeitung…

Geniales Video. Wäre sowas nicht auch was für CMT???


Politik und Wirtschaft, einfach erklärt

Danke an Roman für die Mail! Da war allerdings die Variante für ein Schweizer Unternehmen nicht dabei, daher habe ich mal einen Versuch gestartet…


Christdemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe.
Ihr Nachbar besitzt keine.
Sie behalten eine und schenken Ihrem armen Nachbarn die andere.
Danach bereuen Sie es.

Sozialist:
Sie besitzen zwei Kühe.
Ihr Nachbar besitzt keine.
Die Regierung nimmt Ihnen eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn.
Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen

Sozialdemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe.
Ihr Nachbar besitzt keine.
Sie fühlen sich schuldig, weil Sie erfolgreich arbeiten.
Sie wählen Leute in die Regierung, die Ihre Kühe besteuern.
Das zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können.
Die Leute, die Sie gewählt haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn.
Sie fühlen sich rechtschaffen.
Udo Lindenberg singt für Sie.

Freidemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe.
Ihr Nachbar besitzt keine.
Na und?

Kommunist:

Sie besitzen zwei Kühe.
Ihr Nachbar besitzt keine.
Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch.
Sie stehen stundenlang für die Milch an.
Sie sind sauer.

Kapitalist:

Sie besitzen zwei Kühe.
Sie verkaufen eine und kaufen einen Bullen, um eine Herde zu züchten.

EU Bürokratie:
Sie besitzen zwei Kühe.
Die EU nimmt ihnen beide ab, tötet eine, melkt die andere, bezahlt Ihnen eine Entschädigung aus dem Verkaufserlös der Milch und schüttet diese dann in die Nordsee.

Amerikanisches Unternehmen:
Sie besitzen zwei Kühe.
Sie verkaufen eine und leasen sie zurück.
Sie gründen eine Aktiengesellschaft.
Sie zwingen die beiden Kühe, das Vierfache an Milch zu geben.
Sie wundern sich, als eine tot umfällt.
Sie geben eine Presseerklärung heraus, in der Sie erklären, Sie hätten Ihre Kosten um 50% gesenkt.
Ihre Aktien steigen.

Französisches Unternehmen:

Sie besitzen zwei Kühe.
Sie streiken, weil sie drei Kühe haben wollen.
Sie gehen Mittagessen.
Das Leben ist schön.

Japanisches Unternehmen:
Sie besitzen zwei Kühe.
Mittels modernster Gentechnik erreichen sie, dass die Tiere auf ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe reduziert werden und das Zwanzigfache an Milch geben.
Jetzt kreieren sie einen cleveren Kuh-Cartoon, nennen ihn Kuhkimon und
vermarkten ihn weltweit.

Deutsches Unternehmen:
Sie besitzen zwei Kühe.
Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere Re-Designed, so dass sie alle blond sind, eine Menge Bier saufen, Milch von höchster Qualität geben und 160 km/h laufen können.
Leider fordern die Kühe 13 Wochen Urlaub im Jahr.

Britisches Unternehmen:

Sie besitzen zwei Kühe.
Beide sind wahnsinnig.

Portugiesisches Unternehmen:
Sie besitzen zwei Kühe, aber sie wissen nicht, wo sie sind.
Während sie sie suchen, sehen sie eine schöne Frau.
Sie machen Mittagspause.
Das Leben ist schön…

Idee für ein
Schweizer Unternehmen
:
Sie besitzen zwei Kühe, ihr Nachbar auch, odr?
Sie haben die Kühe von jemandem auf Zeit erhalten, den Sie unter dem Namen 05877197135 kennen. Sowas basiert bei Ihnen auf Vertrauen, odr?
Ihr Nachbar verkauft die Echte Schweizer Alpenmilch, sie verkaufen die Original Schweizer Alpenmilch, odr?
Als es ihrem Nachbarn schlecht geht, kaufen Sie ihm die Kühe ab, odr? Nun verkaufen Sie die Echte Schweizer Alpenmilch und die Original Schweizer Alpenmilch. Sie beherrschen den Weltmarkt für Alpenmilch, und niemand stört sich daran, odr?


Vom bewegten Bild in Präsentationen

Es gibt sehr viele Regeln, die man beim Präsentieren beachten sollte. Legendär ist die 30/20/10-Regel (nicht unter 30 Punkte Schrift, maximal 20 Minuten, maximal 10 Folien), auch weil sie nicht immer angewendet werden sollte: Alec Muffet macht vor, das es auch ohne sie geht.

Mindestens ein Übel vergleichbaren Ausmaßes wie allgemeine Regeln sind hereinfliegende Texte, Punktlisten oder Folienüberblendeffekte von mehr als 2 Sekunden. Anscheinend wollen damit die Präsentatoren von sich selbst ablenken, und möchten die Augen des Auditoriums ganz auf die Folien bannen. Ablenkungsmanöver. Bei Seminaren an der Uni gab es übrigens eine recht erstaunliche Korrelation zwischen fachlicher Unfähigkeit und einfliegenden Punkt-Listen.

Aber warum sind diese ganzen Animationsgeschichten in Präsentationsprogramme eingebaut? Und warum gibt es Präsentationen, in denen mit Animationen gearbeitet wird, ohne dass sich der Zuhörer/Zuseher gelangweilt fühlt? Wann soll man also mit Bewegung, Animation und Bildeffekten arbeiten? Meiner Ansicht nach ganz einfach: Wenn es das Erfassen einer Veränderung erleichtert. Und wann nicht? Auch ganz einfach: Wenn man einen statischen Zustand beschreiben möchte.

Das klingt jetzt trivial, aber es hat sich für mich in den letzten Jahren als gangbarer Weg erwiesen: Wenn man einen Zustand beschreiben möchte, so beschreibt man diesen entweder mit Text, oder man zeichnet ein Bild davon. Es bringt nichts, den Text buchstabenweise einfliegen zu lassen. Und es bring auch nichts, ein komplettes Bild wild rotierend auf der Folie landen zu lassen.

Wenn man aber das Entstehen eines Zustandes, oder den Übergang zwischen zwei Zuständen beschreiben möchte, dann sollte man diesen dynamsichen Prozess auch als einen solchen darstellen. Dazu benutzt man entweder die vielfältigen Animationsfunktionen der Präsentationsprogramme, oder einen Stift und ein Whiteboard, ein Stück Kreide und eine Tafel, eine leere Folie und einen Overhead-Projektor, ein paar Buntstifte und ein Stück Papier…

Eine Kleinigkeit am Rande. Folien sollten der Unterstützung des Zuhörers dienen. Sie sind keine Notizzettel, die man dem Auditorium vorlesen sollte. Man kann sich von Stichwort zu Stichwort hangeln, aber die Tonspur muss einen Mehrwert darstellen. Folien dienen auch nicht als akademische Blendgranaten: Folien voller Text, den eh kein Mensch lesen kann, sollte man auch meiden…


Quantas hat jetzt auch einen…

Airbus A380. 450 Passagiere…

Interessant finde ich vor allem die Selbstbedienungsbar für die Economy-Class.

In Summe sind jetzt wohl schon sechs A380 für Singapore-Airlines in der Luft, einer fliegt für Emirates (mehr oder weniger) und einer für Quantas.


Äpfel und Birnen im direkten Vergleich

Sonntags auf Heise:

Bei den Vierprozessorsystemen konnte sich HPs ProLiant DL580 G5 mit Windows Server 2003 und Microsoft SQL Server 2005 mit 5155 SD-Usern(1,97 s, 25.380 SAPS) klar vor Suns Fire X4450 mit Solaris 10 und MaxDB 7.6 behaupten, das nur auf 4600 SD-User (1,94s, 23120 SAPS) kommt. Nur knapp dahinter ist schon der mit dem energiesparenden Xeon E7450 bestückte HP ProLiant BL680c G5 zu finden, der 4432 SD-User (1,99s, 22.180 SAPS) bedienen kann.

Äpfel und Birnen in einem direkten Vergleich.

Der SAP-SD-Benchmark existiert in verschiedenen Versionen. Welche Version genutzt wurde steht in den Benchmark-Tabellen der SAP. So verwendet eine Variante Unicode, die andere nicht. Es ist logisch, dass die erstgenannte Version mehr Last darstellt, und dass identische Maschinen bei Verwendung des Unicode-Benchmarks kleinere Werte erreichen als beim Non-Unicode-Benchmark. Üblicherweise liegt die Mehrlast eines Unicodesystems bei aktuellen CPUs rund 15% höher als bei Non-Unicode.

Die beiden HP-Benchmarks sind direkt vergleichbar: beides sind Non-Unicode-Benchmarks.

Der Sun-Benchmark ist ein Unicode-Benchmark.

Immerhin kann man sagen: Sun hat den schnellsten Unix-4-Prozessoren-6-Kern-x86-Server.


Fleischfleckenkrankheit

Manchmal macht mir Rechtschreibungsprüfung von StarOffice Angst. Virtualisierungstechnologie wird zur Fleischfleckenkrankheit. Meine armen Pflaumenbäume!


RTFB: Douglas Adams – Last Chance to See / Die letzten ihrer Art

Douglas Adams ist bekannt für seine Triologie in 5 Bänden, “Per Anhalter durch die Galaxis”. Der Kakapo ist bekannt, der dickste, flugunfähigste Papageienvogel zu sein. Beide finden im Buch Last Chance to See / Die letzten ihrer Art zusammen.
Douglas Adams Buch kann man als ein Reisetagebuch verstehen. Er reist – zusammen mit dem Biologen Mark Carwardine – zu den Orten, an denen die letzten Exemplare einiger merkwürdiger Tierarten leben. Dabei sind nicht nur die Tiere selbst merkwürdig – auch wenn Komodowarane, Kakapos oder Ayeays definitiv nicht alltäglich sind. Die Beschreibungen der Reisen zu den Tieren, den skurilen Menschen  im Umfeld der Tiere, und der Reise-Bürokratie im Allgemeinen sind mindestens genauso unterhaltsam.
Douglas Adams ist dabei allerdings auch nachdenklich, allerdings nie ohne ein wenig Schalk im Nacken.
So erfährt man, dass nur Missionare besonders gütig lächeln, warum man in China nur schwer Kondome bekommt, warum ein Tontechniker diese benötigt, und warum wir besser nicht mit dieser Zweigtechnologie hätten anfangen sollen. Nicht zu vergessen die Frage nach dem Verbleib des Huhnes, welches das Mittagessen hätte werden sollen.
Zusammenfassend: Leicht und unterhaltsam, dennoch gehaltvoll. RTFB.


Spam

Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herrn: Der Sketch, der den Begriff Spam geprägt hat.


Lourdes

Das wird noch ein Flughafenblog. Heute flog ich mal wieder mit Air Berlin nach München. Diesmal sind hinter der Glasscheibe zum anderen Gate keine Mallorca-Touristen. Diesmal geht es nach Lourdes, und zwar in einem vergleichbar großen Vogel.
Es gibt schon erstaunliche Unterschiede zwischen den Leuten, die nach “Malle” fliegen, und den neuzeitlichen Hamburg-International-Pilgern. Während erstgenannte morgens eher depressiv wirken, singen die letztgenannten christliche Lieder (mehrstimmig!), um sich die Zeit zu vertreiben. Auch ist eine generelle freundlichere – teilweise fast schon mildtätige und gütige – Grundhaltung festzustellen. Und ich meine damit nicht jedes nervige Grinsen sehr volksfrommer Mitglieder der christlichen Kirchen.
So erklärte mir ein fröhlicher Benediktiner des Lourdes-Flug, für ihn sei das zwar eine Dienstreise, sozusagen in “eine Geschäftsstelle mit viel Publikumsverkehr”, doch sei es immer wieder lustig, wie viele Leute ohne Badarf eines Wunders nach Lourdes pilgern. Für diese sei es eine Art kurze Auszeit.
Als ich ihm von meiner Beobachtung mit den Mallorca-Touristen vor ein paar Wochen erzählte, meinte er: “Das ist der Unterschied. Die Leute hier entspannen sich bereits am Flughafen.”
Keine Ahnung ob dies mit dem Glauben zusammenhängt. Fakt war jedenfalls, dass Lourdespilger am Flughafen wesentlich entspannter wirken als Mallorca-Touristen, unter vergleichbaren Rahmenbedingungen.

(Eingestellt am 5.9, der Artikel entstand am 3.9. während des Fluges nach München.)